Praktikumsbericht Rosa & Linda, September – Dezember 2025


Hallo, wir sind Rosa und Linda aus Berlin, sind 18 Jahre alt und haben letzten Sommer unser Abitur gemacht.

Dass wir uns vorstellen könnten, eine Zeit im Ausland zu verbringen, wussten wir schon in der Oberstufe. Als Rosas Oma Brigitte uns vorschlug, nach der Schule ein Praktikum in Anak Domba zu machen, waren wir direkt begeistert und fingen an, unseren Aufenthalt zu planen.

Anfang September begann nach vielen Monaten der Aufregung unsere Reise nach Anak Domba. Nachdem wir die ersten Tage nach der Ankunft in Canggu verbracht hatten, machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg. Im Kinderheim angekommen, wurden wir herzlich von den Kindern und den Leitern (Ayu und Gert) in Empfang genommen.

Während unserer Zeit in Anak Domba wohnten wir in der Wohnung im Nebengebäude, in welchem sich sowohl das Büro als auch das Zimmer der siebzehnjährigen Dipa und ihres Sohnes Agas befand. Durch die Nähe verbrachten wir viel Zeit mit ihr, unterstützten uns gegenseitig, und sie wuchs uns sehr ans Herz.

Die Vormittage verbrachten wir in CIMD (der von Ayu und Gert gegründeten Partnerschule Anak Dombas), wo wir im Unterricht und in der Physiotherapie halfen. Auch dort wurden wir von allen Kindern und Lehrern freundlich aufgenommen. Anfangs wussten wir nicht, wie wir die Lehrer in der Schule unterstützen konnten. Doch schon nach den ersten Wochen wussten wir, welche Kinder besondere Hilfe beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen brauchten.

Morgens fuhren wir immer voller Vorfreude im Schulbus zu CIMD. Da wir noch keinen Führerschein hatten, holten uns die älteren Jungen aus Anak Domba mit dem Motorroller von der Schule ab, und wir aßen gemeinsam mit allen zu Mittag.

Am Nachmittag gaben wir Kari, Radit (beide studieren in Singaraja) und Dipa zweimal die Woche Deutschunterricht. Ansonsten verbrachten wir viel Zeit mit den Grundschülern, zum Beispiel mit Kartenspielen, Fußball, Basteln oder Versteckspielen. Auch die Jüngsten, Putu, Desta und Aulia, waren sehr motivierte Spielpartner. Wir verbrachten viele schöne Nachmittage mit den älteren Mädchen, die wir einmal die Woche zum Häkeln bei Franziska begleiteten. Auch die älteren Jungen tauten nach einiger Zeit auf und beteiligten sich an Spielen und Gesprächen. Schon nach kurzer Zeit fühlten wir uns sehr wohl und wie ein Teil der Gemeinschaft.Die Wochenenden konnten wir frei gestalten. Wir entschieden uns, die Samstage mit den Kindern zu verbringen, und nahmen abends gern an den Family Meetings teil. Um die Umgebung besser kennenzulernen, machten wir sonntags oft Ausflüge ins Umland, zum Beispiel zu Wasserfällen.

Die Sprachbarriere bereitete uns zwar anfangs Schwierigkeiten, besonders mit den jüngeren Kindern und den Kindern der Inklusionsschule. Nach und nach entwickelten wir jedoch eine eigene Art, uns mit den Kindern zu verständigen. Hierbei half uns besonders das Kulturprogramm, welches wir besuchten. Nachdem wir etwas Indonesisch gelernt hatten, fiel uns die Kommunikation mit den Kindern und auch den Lehrern wesentlich leichter. Durch den wenigen Tourismus im Norden Balis halfen uns einfache Sprachkenntnisse auch außerhalb von CIMD und Anak Domba.

In schwierigen Situationen konnten wir uns gegenseitig unterstützen und ermutigen. Bei allen anderen Schwierigkeiten, wie zum Beispiel einem Krankenhausaufenthalt, standen uns Ayu und Gert immer zur Seite und unterstützten uns, wo auch immer sie konnten – ebenso wie die Betreuerinnen aus Anak Domba, Indri, Erni und Dipa.
In Erinnerung bleiben uns auch die hinduistischen Feiertage, die wir gemeinsam mit den Kindern feiern durften. Wir waren nicht nur begeistert von der balinesischen Kultur, sondern mochten auch das Essen sehr.

Nach drei Monaten und einem tränenreichen Abschied verließen wir Anak Domba Anfang Dezember. Durch diese Zeit haben wir uns einzeln, aber auch gemeinsam sehr weiterentwickelt und sind eng zusammengewachsen. Wir vermissen jedes einzelne Kind sehr und erinnern uns jeden Tag gemeinsam an die schöne Zeit auf Bali.

Bis hoffentlich bald
Linda & Rosa
 
 
 
 





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